Wie sagte Wolfgang Petry einst? “Beschissen war die Nacht”!
Der gestrige Notabstieg steckte uns tiefer in den Knochen und im Nervensystem als wir angenommen haben. Frank hat wenig geschlafen, Frede hat Bandscheibenaua und zerstoerte Oberschenkelmuskeln. Der Morgen war gepraegt von Ibuprofen, Waermepflastern und viel Kaffee. Gegen Mittag zogen wir dann trotz schwachem Allgemeinzustand los in Richtung eines Wanderweges, der direkt an unserem Cottage vorbeigeht.
Wir wollten uns einfach ein wenig bewegen und hatten wenig Erwartungen. Waehrend des sanften Lustwandelns zog sich der Himmel etwas zu, und bei uns kickte ein kleines Gewitter PTBS rein. Daher mieden wir den Anstieg erstmal und legten eine kleine Pause neben einer Gruppe Wildpferde und einer Ruine ein.
Wir waren uns einig, dass eine halbe Stunde laufen ein bisschen duenn ist und wir dem Wetter erstmal wieder trauen sollten. Daher nahmen wir die beruehmte “Abkuerzung” durch einen kuehlen Nadelwald und waren wieder back on track. Nach einem kurzen Anstieg erwartete uns eine weitlaeufige Almlandschaft mit Wildblumen und einem sehr eindrucksvollen Ausblick auf Berg Ushba und den Chalaadi Gletscher.
Beseelt und motiviert von Ausblick und Bergluft gab es kein Halten mehr - Wir stiefelten ca. 700 Hoehenmeter und 6km weiter durch die Hochebene, mit wunderschoenen Ausblicken sowie schoener Flora & Fauna.
Wir waren hinterher ziemlich baff davon, wie viel wir dann doch noch geschafft haben, trotz holprigem Start in den Tag.
Abends erwartete uns dann noch die sehr heisse Sauna neben dem Cottage, bei der wir uns bei 90 Grad ordentlich gegeben haben. Rundum ein sehr schoener Tag, morgen ist erstmal relaxen angesagt!