Reisetagebuch

Hallo! Hier posten wir unsere Reiseroute in Georgien. Klickt auf einen Punkt auf der Karte oder scrollt runter zu den einzelnen Stationen. Die einzelnen Stationen werden nun chronologisch angezeigt. Unter Fotos oben rechts findet ihr eine unkommentierte Sammlung der Fotos.

Ankunft Kutaisi Airport

Nach einer langen und muessigen Anreise per Bahn nach Dortmund und 32 Grad, landeten wir um 23 Uhr deutscher Zeit in Kutaisi. Der Flug war fuer Frede dann am Tag selber gar kein Problem mehr, und auch im Flieger war alles entspannt.

Frede & Frank im Zug )

In Kutatisi war es inzwischen schon 1 Uhr nachts, und die erste Challenge bestand darin, irgendwie Internet ins Handy zu bekommen - erst durchs Airport WiFi, dann hat Frank den SIM Karten Stand entdeckt. Damit konnten wir dann ein Taxi per App bestellen. Das Taxi kam mit lauter georgischer Schlagermusik an und die Fahrt zeichnete sich durch sportlichen Fahrstil, stabilem Multi-tasking zwischen Rauchen, Energydrink trinken, Youtube DJ spielen und lautem WhatsApp Sprachnachrichten verschicken aus. Hier ein kleiner Mitschnitt:

Erstes Fruehstueck in Kutaisi

Nach einigen Stunden Tiefschlaf im Apartment, in dem uns um 3 Uhr nachts noch eingerahmtes glitzerndes Strickpferd begrüßt hatte (O-Ton Frederike “der Gaylord unter den Einhörnern”),

Einhorn

Der naechste Morgen in Kutaisi war… spaet. Wir mussten erstmal die Anreise etwas verdauen, und haben dann um ungefaehr 13 Uhr “gebruncht”, und zwar die zwei Vorspeiseplatten eines relativ schicken Restaurants.

Fruehstueck

Es gab Auberginenroellchen gefuellt mit Walnusspaste, zwei Arten von Dips und Maisbrot dazu. 8/10, sehr lecker, aber auch ein wenig maechtig fuer Fruehstueck :D

Im Anschluss daran durften wir bei einem Erkundungsspaziergang durch die Stadt Zeugen eines Kindermusikwettbewerbs werden. Unserer Eindruck der nächtlichen Taxifahrt begannn sich zu verfestigen: Georgier lieben nicht nur Walnüsse, sondern auch Schlager und kitschige Popmusik.

Green Basar

Im Anschluss sind wir zum Green Basar gegangen - Das ist ein riesiges Marktgelaende innerhalb von Kutaisi. Aufgrund der Ueberforderung mit der Gesamtsituation gibt es von dem Markt selber noch keine Bilder, wir liefern die aber nach.

Wir haben die erste georgische Leckerei namens “Tschurtschchela” probieren duerfen. Die Frau am Stand lobpreiste es uns als “Georgian Snickers”.

Tschurtschchela

Wir haben uns erst ein bisschen schwer getan, denn es ist relativ zaeh, aber nach ein paar Bissen hat es uns ganz gut ueber den Tag gebracht. Die Aussenhaut besteht aus Traubensaft und Mehl, innen sind kleine Stuecke Walnuesse drin. Solide 6/10, kann man fetzen.

Bagrati Cathedral

Mit Verpflegung im Gepäck sind wir eine lange Treppe hinauf gestiefelt, haben auf dem Weg eine putzige Babykatze und zwei sehr gechillte Kühe getroffen und wurden nach dem steilen Anstieg vor der Bagrati Cathedral mit einem tollen Blick über die Stadt belohnt. Am Horizont kann man dort schon die Gipfel des Kaukasus erkennen. Die Kathedrale selbst ist beeindruckend. Mit Kopftuch für Frede und ohne lange Hose für Frank konnten wir uns drinnen umschauen und den üblichen orthodoxen Klimbim bestaunen.

Kirchenansicht

Kirchenansicht 2

Abend in Kutaisi

Unser Abendessen im Restaurant Medea war unser erster richtiger Ausflug in die georgische Kueche.

Für Frank die besten Gurken und Tomaten, die es auf diesem Planeten gibt und Frede ist hin und weg von Chinkali: Gefüllte Teigtaschen mit würziger Pilzfüllung. Evtl. war es so lecker, dass das ein oder andere Tränchen vergossen wurde.

Essen im Medea

Am späten Abend überkam uns dann doch noch die Bierlaune und wir haben das georgische Pendant der Kölner Ringe gefunden. Übermäßig fette Karren, übermäßig parfümierte Teenager und übermäßig laute Musik.

Nach langem Suchen etwas außerhalb aber ein Silberstreif am Horizont: Ein Weihenstephan Brauhaus und noch ein Brauhaus mit dem wundersamen Namen Hacker-Pschorr.

Zum Glück hat uns Barkeeper Venkat im “Wild” dann aber erklärt, “German Beer tastes like piss”. In dieser Bar von Marco, der selbst an dem Abend nach ca. drölf Gin Tonic nicht mehr so ganz anwesend war, gab es für uns dann aber noch georgisches Craft Beer und Sekt aus dem Fass, außerdem dank Venkat die ersten Empfehlungen für georgische Thrash Metal Bands.

Dank Straßenhund Twerky hatten wir auf dem Heimweg sicheres Geleit. Was ein erster Tag!

Tskaltubo - Ein post-sovietischer Fiebertraum

Am zweiten Tag in Kutaisi wollten wir nach Tskaltubo. Dort soll ein altes und verlassenes Spa-Resort der Soviets zu finden sein. Wir nahmen also eine 70er Jahre Marshrukta mit psychedelischen Sitzbezuegen und genau 15cm Beinfreiheit, damit eine Bank mehr reinpasst. Die Fahrt hat ca. 75 Cent pro Person gekostet (Auge KVB) und war tatsaechlich entspannter als gedacht.

Marshrutka

Angekommen am alten Kurort meldete sich Fredes Blase, was uns in den Genuss kommen liess, in ein sehr schaebiges Cafe kurz einzukehren (aus Hoeflichkeitsgruenden), um von einem Polizisten mit Kalaschnikow der ein SIM Kartengeschaeft bewachte begruesst zu werden (Frank kann Magti als Anbieter nur empfehlen, topp Empfang!).

Frede bestellte einen tuerkischen Kaffee, Frank bekam einfach einen dazu und noch eine Waldmeisterlimonade dabei, die er auch nicht bestellt hat. Das ist gelebte Servicekultur!

Im Anschluss haben wir uns die erste Sovietruine vorgenommen, die hinter einem relativ modernen und prunkvollen Luxushotel ihr Dasein fristet. Der Kontrast war ziemlich doll - Wir haben leider keine Hotelgaeste wahrnehmen koennen, wir wuenschen trotzdem gute Erholung.

Erste Ruine

Nach 10 Minuten Erkunden mit etwas mulmigen Bauchgefuehl, fingen Hunde an uns anzubellen, um ein paar Minuten spaeter durch den Zaun zu schluepfen und auf uns zuzulaufen. Frank nahm einen Stock, just in case, wir konnten die Hunde allerdings abschuetteln. Das war schon ein wenig wild und uns ging beiden die Pumpe, auch weil nicht ganz klar war, ob das Strassenhunde waren oder nicht.

Auf dem Weg zur naechsten Ruine kam uns dann direkt der naechste Hund entgegen, bei dem wir direkt Kehrt machten aus Vorsicht. Dieser Hund entpuppte sich als ein sehr liebenswuerdiges Geschoepf, das uns die naechsten Stunden begleiten sollte. Wir tauften ihn Alfred, er war mit uns sehr vorsichtig, dennoch interessiert, und ab und zu ein wenig hyperaktiv. Frank hat sich sehr verliebt, Frede auch ein bisschen (wuerd sie niemals zugeben)

Alfred <3

Das Wolfsrudel steuerte zur naechsten Prunkbaute, die sehr eindrucksvoll und verwunschen, umringt von ein paar Nadelbaeumen stand.

Prunkbaute

Waehrend Frank ca. 384 Fotos des Eingangsbereichs machte, und Alfred ihm emotionalen Support zukommen liess (indem er daneben stand), pirschte sich ein Wachmann ans Wolfsrudel. Wir gruessten ihn freundlich in der Hoffnung dass uns das im Knast zugute kommt, er gruesste freundlich zurueck und verschwand wortlos in der Prunkbaut mit einer Schueppe voll Dreck. Sachdienliche Hinweise was er mit der Schueppe voll Dreck gemacht hat, bitte an uns weiterleiten!

Eingang

Die naechsten Stunden verbrachten wir auf dem Gelaende mit Alfred, erwaehnenswert ist hier nur eine Frau die uns aus einer Ruine heraus “COME HEREEEEEE” zurief, vermutlich um uns “Eintrittsgeld” abzuzwacken, was laut Reisefuehrern illegal ist. Wir umschifften die unangenehme und sehr mysterioese Frau so gut es ging, weil wir keine Lust auf Konfrontation hatten. Alfred ist ein sensibles Geschoepf!

Hinterseite

Loewe Alfred mashallah

Okatse Canyon

Wir haben heute eine richtige Touritour gebucht - Mit dem Reisebus Richtung Okatse Canyon und Martvili Canyon. Die Tropfsteinhoehle als dritte Station haben wir uns geschenkt - das Konzept Massentourismus und Hoehle empfinden wir als schlechte Kombination. Im Martvili Canyon durften wir 10min lang raften, Frank hatte gehofft es geht etwas laenger. Der Ort war schon sehr magisch, leider ist es nicht erlaubt Touristen dort zu ertraenken. :/ Man kann nicht alles haben, 7/10 Paddelpunkten.

Ein eher durchwachsener Tag, aber einen Lichtblick gab es: Frede ist 1,5km auf einer Haengekonstruktion ueber einem Canyon gelaufen! Nach der Fluganst nun also auch die Hoehenangst besiegt, diese Frau kann nichts stoppen, bald ist sie Elden Lord / Lady.

Marshrutka, Mestia und Schlafibububaer

Nach einer kurzen Nacht nahmen wir ein Taxi in Richtung Busbahnhof Kutaisi um eine Marshrutka nach Mestia zu nehmen. Wir hatten am Tag vorher dort schon Tickets gekauft und waren daher relativ gelassen. Die Marshrutka hatte einen Platten und es wollten viel zu viele Leute Richtung Mestia, daher verzoergerte sich die Fahrt um ca. eine Stunde. Nachdem wir unser Gepaeck eingeladen hatten, gingen wir noch zu zweit schnell aufs Klo. Das sollte sich als folgenschwerer Fehler herausstellen! Als wir zurueckkamen, waren nur noch die miesen Plaetze ueber, naemlich die letzte Bank mit Kuschelgarantie. Die Sitze waren aus Kunstleder und eher fuer Menschen aus dem Auenland designed, nichts fuer uns zwei Riesenkartoffeln. Als der Bus losfuhr und hinten noch ein Sitz frei war, atmete Frank auf - Die Freude hielt aber nicht lange, nachdem der Bus ploetzlich anhielt und ein weiterer Protagonist die Buehne betrat, der als Schlafibububaer in die Geschichte eingehen wird.

Kurzer Abriss zu Schlafibububaer (kurz SBBB): SBBB ist ein junger, vermutlich russischer Mann, der scheinbar die Nacht mit anderen Dingen verbracht hat ausser Schlafen. Er nahm Platz neben Frank, an Zuruecklehnen und personal space war leider nicht mehr zu denken. Aufgrund des akuten Schlafmangels von SBBB, dauerte es nicht lang bis er mit Girls & Panzers Anime Musikvideos auf den Ohren einschlief und seinem Kopf freien Lauf liess. Die Strassen in Georgien sind in Ordnung, aber es gibt das ein oder andere Schlagloch, was dazu fuehrte, dass SBBBs Kopf mehrfach(!) und stundenlang gegen den Sitz, Franks Ruecken, Schulter und Ellebogen schlug. SBBB liess sich davon nicht beirren und schlief einfach weiter. Franks Gefuehle dazu waren eine Mischpoke aus Bewunderung, Neid und Hass, allerdings gibt es in der Marshrutka kein Entkommen.

Hier zu sehen eine historisch sehr akkurate Abbildung von Schlafibububaer:

Schlafibububaer

Nach 5h+x Hoellenfahrt durch die kurvenreichen Strassen des Kaukasus, kamen wir endlich in Mestia an und gingen erstmal in ein Restaurant Bier trinken.

Mood: Frank am Ende

Mestia selber und das Gebirge sind unfassbar magisch und jede Marshrutkareise wert - Wir sind noch sehr verzaubert und halten den Ausblick hier fuer surreal, weil es wirklich sehr schwer zu fassen ist. Wir haben beide noch nie so hohe Berge gesehen, und man ist quasi umringt von ihnen. Der Anblick veraendert sich stuendlich mit Wolken, Sonne und Blitzen. Wir halten euch auf dem laufenden und moege euch Schlafibububaers Segen euch schoene Traeume bereiten.

Frank & Frede in Mestia

Erster Tag Mestia ⚡

Der erste Tag in Mestia begann sehr schoen - Wir haben die Strapazen des vorherigen Tages mit 10+h Schlaf auskuriert, lecker Kaffee in der Sonne mit Gipfelpanorama genossen, einer Eidechse auf der Terrasse hallo gesagt und uns gegen Mittag auf den Weg zum Mestia Kreuz gemacht. Vor uns lagen ca. 750 Hoehenmeter und knapp 4h Wanderung, meistens Aufstieg & Gekraxel. Auf dem Weg hoch trafen wir zwei junge Burschen, einer von ihnen trug eine Plastiktuete unter dem Shirt. Nachdem Frank ihn fragte was das wohl sei, meinte er, dass er der nationale Boxingchampion ist (Jugendbereich, Anm. d. Redaktion) und gerade auf Schwitztour ist. Mit einem “hell yeah brother” und einer Fistbump verabschiedete Frank ihn und wir zogen weiter.

Frede auf dem Berg

Wir waren guter Dinge, der Ausblick war wunderschoen und mit jeder Biegung wurde der Ansteig steiler. Nach dem laut Frank “zachen Abschnitt”, ca. 30min vor dem Gipfelkreuz machten wir eine kurze Verschnaufpause, als ploetzlich ein lautes Knallen und Donner uns aufschrecken liess. Eine Gewitterwolke hatte sich ueber uns verirrt, und bei den Bergen hier kracht das deutlich anders. Von der Situation etwas ueberfordert beschlossen wir, erstmal dort zu bleiben wo wir waren, weg von blankem Fels, Wasser oder alleinstehenden Baeumen (ohne Gewaehr auf richtige Verhaltensweise, vermutlich aber kein schlechter call). Nach ca. 3 Minuten blitzte es erneut auf und wir sahen relativ nah (500m?) bei uns den Blitz runterkommen - mit einem noch viel lauteren Knall. Frede warf sich auf den Boden, Frank hatte kurz Schnappatmung. Was tun in so einer Situation? Wir haben alle moeglichen Regenradar Apps konsultiert und in keiner gab es irgendeine Wolke. Nach kurzem Notfallplenum beschlossen wir einen sogenannten “Notabstieg” hinzulegen - Wir konnten weder absehen ob es besser wird oder schlechter, aber AUF dem Berg waehrend eines Gewitters klingt beschissener als irgendwo im Gestruepp am Berg. Ein Auszug aus den Saetzen, die in den 20 Minuten Abstieg gefallen sind:

  • “Ah scheisse scheisse scheisse, hier ist Wasser, FUCK”
  • “Endlich kommen meine Trailrunningschuhe auf ihre Kosten”
  • “Ich glaub da hinten klarts auf”
  • “Ich glaub da hinten kommt ne FETTE Wolke”
  • “Ah guck mal, noch ein Paerchen was den Berg runterrennt”
  • “Hier sind kurz keine Felsen, lass mal speedo machen”

Idyllisch

Long story short: Wir haben es runtergeschafft, es hat kein einziges Mal mehr an dem Tag geblitzt oder gewittert (nur geregnet), wir waren aber trotzdem sicher dass wir eine gute Entscheidung getroffen haben. Auf dem Weg runter trafen wir noch ein mittelaltes russisches Paerchen, die komplett gechillt waren und zumindest der Mann sich von Aufstiegsplaenen nicht abbringen liess. Er sei wohl schon auf dem Elbrus (hoechster Berg im Kaukasus, 5642m Hoehe Anm. d. Redaktion) in einen Sturm gekommen, das geht schon alles. Frank sagte darauf “We are from lowland germany, no thank you”

Frank auf dem Berg

Der Rest des Tages war relaxed, mit gutem Essen und neuer Dankbarkeit fuers Leben. :')

Am Abend begegneten wir nochmal der Eidechse, diesmal jedoch unter unserem Bett. Frank versuchte sie heraus zu komplimentieren, allerdings ohne Erfolg - Der Aufenthaltsort der Eidechse ist noch ungeklaert, wir vermuten sie in der Wand. Frank hat im Anschluss professionell Saunalatschen und Muelltueten in den kleinen Schlitz gesteckt mit der grossen Hoffnung, dass es noch einen anderen Weg fuer Eidechsi raus gibt. Ob es ein Wiedersehen gibt, erfahrt ihr in der naechsten Ausgabe von “Lektionen in Demut - Lowland germans unterwegs an der russischen Grenze”

Zweiter Tag Mestia ✨

Wie sagte Wolfgang Petry einst? “Beschissen war die Nacht”!

Der gestrige Notabstieg steckte uns tiefer in den Knochen und im Nervensystem als wir angenommen haben. Frank hat wenig geschlafen, Frede hat Bandscheibenaua und zerstoerte Oberschenkelmuskeln. Der Morgen war gepraegt von Ibuprofen, Waermepflastern und viel Kaffee. Gegen Mittag zogen wir dann trotz schwachem Allgemeinzustand los in Richtung eines Wanderweges, der direkt an unserem Cottage vorbeigeht.

Wir wollten uns einfach ein wenig bewegen und hatten wenig Erwartungen. Waehrend des sanften Lustwandelns zog sich der Himmel etwas zu, und bei uns kickte ein kleines Gewitter PTBS rein. Daher mieden wir den Anstieg erstmal und legten eine kleine Pause neben einer Gruppe Wildpferde und einer Ruine ein.

Wir waren uns einig, dass eine halbe Stunde laufen ein bisschen duenn ist und wir dem Wetter erstmal wieder trauen sollten. Daher nahmen wir die beruehmte “Abkuerzung” durch einen kuehlen Nadelwald und waren wieder back on track. Nach einem kurzen Anstieg erwartete uns eine weitlaeufige Almlandschaft mit Wildblumen und einem sehr eindrucksvollen Ausblick auf Berg Ushba und den Chalaadi Gletscher. Gletscherblick Beseelt und motiviert von Ausblick und Bergluft gab es kein Halten mehr - Wir stiefelten ca. 700 Hoehenmeter und 6km weiter durch die Hochebene, mit wunderschoenen Ausblicken sowie schoener Flora & Fauna. Flora Fauna hehe Wir waren hinterher ziemlich baff davon, wie viel wir dann doch noch geschafft haben, trotz holprigem Start in den Tag. Abends erwartete uns dann noch die sehr heisse Sauna neben dem Cottage, bei der wir uns bei 90 Grad ordentlich gegeben haben. Rundum ein sehr schoener Tag, morgen ist erstmal relaxen angesagt! Sauna Frank & Frede

Dritter Tag Mestia - Off-day und zoologische Expeditionen

Off-day - Eigentlich nicht viel getan, aber irgendwie ist recht viel passiert. Wir sind morgens von einer Babykadsi begruesst worden (Frank: “GUCKEN SIE DER APOLLON WAS DER MACHT” ) und es hat den ganzen Tag genieselt. Mittags sind wir aufgebrochen fuer Kaffee & Kuchen und haben auf dem Weg zwei Hundewelpen gesehen die zusammengekuschelt am Strassenrand sehr hilflos aussahen. Mit aller Kraft haben wir sie wegignoriert.

Bei “Kates Cakes” angekommen haben wir krassen georgischen Schichtkuchen gegessen, der zu 90% aus Butter bestand. Frank hat im Lokal noch eine Biene mit einer Serviettenkonstruktion gerettet, was der Besitzerin Kate ein Laecheln ins Gesicht zauberte. Im Cafe hat Frank noch ueberlegt ob er sich bei der hiesigen Tattoartistin ein kleines Handpoke Tattoo stechen lassen soll von Alfred. Nach einer kurzen Recherche haben wir herausgefunden, dass Alfred vermutlich ein Griffon Korthals ist, was spannend ist, weil das eigentlich eine Jagdhundrasse ist. Wurde er vielleicht dort vergessen? Wir werdens nie erfahren :(

Frank bat den Robofreund (aka Claude) ein paar Handpoke Motive zur Inspiration zu erstellen, die Resultate koennen sich sehen lassen: Alfred Handpoke Nach einem sehr lauten Lachanfall hat Frank die Idee verworfen.

Auf dem Rueckweg sind wir nochmal auf die Hundewelpen gestossen, Frede hat diesmal den Kardinalsfehler begangen und “HALLO DU KLEINE MAUUUUUS” zu dem sehr entzueckenden Wesen gesagt. Daraufhin ist uns ein kleiner dunkler sehr cuter Welpe hinterhergelaufen, fuer viel zu lange Zeit. Das Problem ist, dass unser Cottage sehr weit aus der Stadt ist, und dort viele Autos relativ ruecksichtslos ueber die Strasse peitschen. Das veranlasste Frank den Hund zu “verjagen”, also sich vor ihm zu stellen und ihn laut zur Raeson zu bringen wie ein aufgebrachter Papa - eine herz-zereissende Aufgabe. Das ganze Unterfangen war so mittel erfolgreich, bis Frank etwas auf ihn zuging und zusaetzlich ein paar Kuehe die Strasse herunterliefen. Das fand der Suessbold so verwirrend, dass er kehrt machte. Der Rest des Heimwegs wurde mit einer kurzer Brainstormingsession verbracht, wie man einen Hund am Besten nach Deutschland schmuggeln koennte.

Vierter Tag Mestia - Chalaadi Gletscher

Am letzten Tag in Mestia haben wir uns vorgenommen, die Wanderung zum Chalaadi Gletscher zu machen. Dazu muss man leider ein Taxi nehmen und fuer georgische Verhaeltnisse war es in etwa so teuer wie in einem sehr gehobenen Restaurant essen zu gehen. Die Jungs am Taxistand wissen wie man verhandelt.

Den Gletscher haben wir schon zwei Tage zuvor aus der Ferne gesehen und uns schon ein wenig verliebt - Der Einstieg in die Wanderung bestand aus einer Ueberquerung einer Bruecke, die schon bessere Zeiten gesehen hat und vermutlich vom TUEV Sowjetunion Sued 1984 abgenommen worden ist.

Bruecke WAUWI

Die Wanderung ging an einem wilden Gebirgsbach entlang und es wurde dadurch ziemlich frisch, der Rest der Wanderung war nett, aber sehr anspruchslos, wir kamen aber den Bergen mit Schnee und Eis sehr nah.

Bach

Kurz vor dem Gletscher kamen wir an einem Geroellfeld an und fingen an zu kraxeln, stellten den Weg aber schnell in Frage, weil das Tempo sehr langsam wurde und der Weg zum Gletscher noch weit war. Nicht dass wir Wert darauflegen schnell zu sein, aber wir hatten eine Zeit mit dem Taxifahrer vereinbart und wollten nicht zu spaet sein.

Geroell

Nachdem wir den richtigen Pfad gefunden hatten, kamen wir sehr nah an den Gletscher ran und waren umringt von Bergen, Eis und Schnee. Schon ein sehr netter Ausblick, bei dem wir erstmal ein Buetterken/Knifte/Dubbel/belegtes Brot mit Kaese verhaftet haben. Chalaadi Gletscher

Den letzten Tag in Mestia haben wir noch sehr nett im Twin Peaks Restaurant geschmaust und schonmal gepackt fuer den naechsten Reisetag.

Transit Tag - Mestia, Zugdidi und Tiflis

In unserer Reiseplanung gab es einen Tag, an dem wir leider viel Strecke machen mussten, um nach Tiflis zu kommen. Dieser Tag war heute - Der Plan war eine Marshrutka nach Zugdidi, dort 4h Aufenthalt und dann einen 6h Zug nach Tiflis zu nehmen.

Diesmal hatten wir etwas dazugelernt und waren relativ frueh an der Marshrutka, diesmal gab es wieder die Rueckbank mit Kuschelseminar und einen Einzelsitz, den Frank sofort besetzte, aber schnell feststellen musste, dass die Fuesse auf dem Radkasten standen und er die Knie hinters Ohr klemmen muss, um irgendwie in diesen Sitz zu passen. Kurze Panik kam auf, dann ging Frank zum Fahrer und fragte ob er vorne sitzen kann. Dies bejahte er, und so hatte Frede das grosse Los eines Einzelsitzes gezogen - die 4cm Grossenunterschied haben hier Wunder bewirkt. (nicht, aber Frank hat alle 10min gefragt ob sie durchtauschen sollen).

Nach 3h Marshrutka kamen wir in Zugdidi an und der erste Eindruck war denkbar schlecht. Die Stadt ist haesslich, die Menschen ziemlich rough und die Stadt ist vermutlich eher arm. Wir haben unser Gepaeck bei einem sehr netten Hotel namens “Grand Hotel Zugdidi” netterweise im Foyer stehen lassen duerfen, und konnten so die Stadt zu Fuss erleben. Viel zu sehen gab es nicht, aber es war nett sich die Beine zu vertreten, auch wenn wir sehr oft und relativ aggressiv angebettelt wurden, kleines Highlight war diese Konversation:

“Are you Russia?” “No we are from Germany” “aaaaaah HITLER!” “He was actually from Austria” (danke Frank) -allgemeines Unverstaendnis-

Nach 4h rumlungern, durch die Mall flanieren und Colakaffee trinken konnten wir uns endlich in den Zug setzen. BIZNESS CLASS war angesagt - eigentlich einfach nur die erste Klasse mit Vorhang, aber wir haben uns nicht lumpen lassen weil der Tag an sich schon ein Fiebertraum war. Wir wollen nicht unkommentiert lassen, dass wir einmal quer durchs Land mit einem Zug gefahren sind, der Kuehe vom Gleis hupen muss, so viel kostet wie zwei Doener in Deutschland fuer Bizness Class und TROTZDEM 10 Minuten zu frueh in Tiflis ankam. Ich finde die DB Vorsitzenden sollten ein Praktikum in Georgien machen. :>

Beinfreiheit Kuehe am Gleis Schlafibubufrank

Wir sind mitten in der Nacht in Tiflis angekommen und waren ordentlich durch von 16h unterwegs sein, haben nur noch das Airbnb bezogen, der sehr suessen Katze mit einem halben Ohr hallo gesagt und sind ins Bett gefallen.

Tiflis - erster Tag

Der erste Tag in Tiflis begann relativ spaet durch die spaete Ankunftszeit am Vortag. Wir sind erstmal zum Fabrika Gelaende zum Fruehstuecken gegangen, das ist ein altes Fabrikgelaende mit viel Gastro, hippen Shops, Plattenladen und genereller Kuenstlerei, sehr zu empfehlen! Im Anschluss sind wir durch die Stadt getingelt in Richtung Altstadt, mit der Seilbahn auf den Sololaki Huegel wo die “Mother of Georgia” Statue steht. In und um die Altstadt herum ist es SEHR touristisch, mit vielen Anquatschern und typischen Touritraps. Wir muessen feststellen dass die bisherige Anpreisung touristischer Angebote eher zurueckhaltender Natur war, hier leider das komplette Gegenteil. Erst nach 10x “No thank you” hatte man kurz Ruhe, nur um dann vom naechsten Heiopei angelabert zu werden.

Mother of Georgia

In der Altstadt gibt es die Sioni-Kathedrale die sich Frank angucken wollte, Frede hat sich froehlich geweigert da man Haare, Schulter und Beine bedecken muss. Kurzer Einschub von Frede: orthodoxe Priester sehen aus wie Gangsterrapper, mit viel Blingbling und warum haben die so viel Angst vor nackter Haut? Frank liess sich nicht beirren und steuerte auf den Eingang zu in seiner kurzen Sportshorts und suchte sich ein kleines transparentes Dreieckstuch aus um seine SEHR SCHLAMPIGEN und auch noch TAETOWIERTEN Beine zu verdecken (das alte versaute Perversoschwein) nur um von der frommen Tuersteheromi zurecht gewiesen zu werden, dass das ein SEHR TRANSPARENTES Stueck Stoff sei und er ein anderes Tuch nehmen soll. Frank stellte sich dumm und ging die Stoffe durch und fragte bei jedem ob das in Ordnung sei, da platzte der Omi der Kragen und sie suchte ein von Jesus himself ausgesuchten sehr deckenden Schal aus, den Frank sich um die Huefte klemmte und die Kirche betrat. Frede beobachtete das ganze Theater aus der Ferne und kicherte sich einen zurecht. Franks Ansinnen die Kirche zu betreten war eigentlich, sich den sehr goldenen und orthodoxen Klimbim anzugucken und ein wenig Weihrauch zu inhalieren, leider hatte Gott es anders fuer ihn vorgesehen. Nachdem die Augen sich an die Dunkelheit gewoehnten, nahm Frank eine tote, im Sarg aufgebahrte Oma wahr und dachte erst, das sei irgendeine Wachsfigur einer Heiligen. Nachdem er die trauernde Familie, die sich um den Sarg herum platzierte wahrnahm und realisierte, das er gerade in eine georgische Trauerfeier hereinplatzte, war er froh dass ihm die ehrenamtliche Styleberaterin an der Tuer das transparente Tuch abnahm, denn er kam sich SEHR fehl am Platze vor und machte sofort kehrt. RIP liebe Omi, du sahst sehr friedlich und lieb aus.

Zur Entspannung nahmen wir dann eine Seilbahn zur “Mother of Georgia” Statue die sehr beeindruckend und leider auch sehr touristisch erschlossen ist. Wir haben aber eine nette Ecke gefunden mit einem schoenen Blick ueber die Stadt. Frank&Frede Tiflis

Den Rest des Tages sind wir durch die Stadt gebummelt, haben sehr guten Kaffee und ein noch besseres Grilled Cheese mit Sauerteig im Laden Dopamine Concept genossen und den lieben Gott einen gute/n Mann/Frau sein lassen.

Recap Tiflis

Wir haben uns dazu entschieden, die letzten Tage in Tiflis in einem Post zusammenzufassen. Vorab: Tiflis ist eine sehr wilde und facettenreiche Stadt voller Gegensaetze und voller Autos. Auf den Strassen Tiflis merkt man schnell, dass Autos hier Chef im Ring sind und man sich ein bisschen nach verkehrsberuhigten Zonen sehnt. Man sieht auch kaum Fahrradfahrer, ausser Lieferdienstmenschen mit aufgemotzten E-Moppeds die durch die Strasse pesen, daher ist es oft laut, dreckig und es gibt wahnsinnig viele Autoposer. Frank&Tesla Wir waren in einem “Szeneviertel” untergebracht in der Naehe der Fabrika. Das ist ein sehr nettes kulturelles Zentrum mit viel Aussengastro, Coworking Spaces und allerlei Design/Kunstkram - Dort hat es uns sehr gut gefallen, auch wenn wir uns ein bisschen alt vorkamen :D Mitbewohni Gadsi

Shoutout an das FARM Restaurant, das war mit Abstand das beste Essen in ganz Georgien. Wir haben uns die Karte abfotografiert und werden das eine oder andere Gerichte mit Sicherheit nachkochen. Frank in FARM Der Rest von Tiflis schwankt zwischen ganz ok und semi-spannend, wir vermuten dass man dort sehr gut feiern gehen kann, unsere Abreise war leider schon Freitag Nacht, daher war es uns nicht vergoennt. Frank ist noch aufgefallen, dass es wahnsinnig viele Russen in Tiflis gibt, da sie einfach alles auf russisch bestellen vergleichbra mit Turboalmans auf Mallorca. Das war manchmal etwas seltsam zu beobachten. Ukrainesoli Ein Highlight spielte sich auf dem Flohmarkt ab, der jeden Tag an der Dry Bridge stattfindet. Frank hat einen Stand entdeckt, der Nazi Memorabilia verkaufte (Stahlhelme, eiserne Kreuze etc.) und Frank zeigte drauf, was den Verkaeufer aktivierte:

“Its 100% original, are you interested?” “No, I can not import that to my country” “Ahh, ihr seid deutsch?” “Jawohl!”

Das Gesicht des Mannes leuchtete auf und er erzaehlte uns in dickem Wiener Akzent, dass er lange in Oesterreich gelebt hat, als Frank tippte dass er in Wien gelebt hat, freute er sich erneut darueber, dass man das erkennt. Frank fragte ihn dann ob er aus urspruenglich aus Georgien stamme, woraufhin er folgenden Bangersatz sagte: “Jaja, ich komme urspruenglich aus Georgien. Bin dann wieder zurueck, hier muss man nix arbeiten, nur trinken und tanzen!”

Abschluss

Als Abschluss unserer Reisedokumentation wollen wir ein kleines Fazit ziehen von unserer Reise!

Highlights

  1. Mestia und die Svanetien Region waren fuer uns das grosse Highlight, da wir noch nie im Hochgebirge unterwegs waren und es unfassbar schoen ist.
  2. Tskaltubo, die verlassene Spa Stadt war nicht nur wegen unserem Hundefuehrer Alfred super spannend. Krasse Kontraste von verlassenen Schickimicki Gebaeuden, verwoben mit der Geschichte Georgiens und alles ohne irgendeine Tourischeisse.

Kommentare & Anmerkungen

  • Georgien ist fast noch mehr autozentrisch als DE, aber auf eine ganz andere Art & Weise. Viele Autos fallen fast auseinander, ohne Stosstange und mit vielen Dellen, aber irgendwie gehts, in manchen Vierteln mehr Porsches und Hochklasseautos als in Deutschland. Parallel dazu funktioniert der Nahverkehr extrem gut mit Marshrutkas und Bolt/Taxis und dazu noch erstaunlich guenstig.
  • Wir sind kleine Naturmaeuse - die Staedtetrips haben Sinn ergeben in der Reiseplanung und viel Spass gemacht, aber abschalten und Erholung gab es eher in der Natur.
  • Der 4 taegige Trek nach Ushguli von Mestia kommt auf die Bucketliste, dafuer muesste man aber das Gepaeck stark anpassen / verkleinern
  • Die Kueche ist abgefahren, aber auch sehr teig- und fleischlastig. Nach 2 Wochen hat man das allerdings schon sehr durchgespielt, fuer Veganer ist es machbar, aber ausgewogen ist es nicht - Wir haben nicht einen Tofublock in ganz Georgien gesehen, zwecks Proteine und so :D
  • Es gibt wahnsinnig viele Strassentiere, denen es aber im Vergleich gut geht - Sie werden lieb behandelt und gefuettert, sind gechipt und geimpft (erkennbar an der Markierung am Ohr) und daher sehr lieb und zutraulich, manchmal vielleicht ein bisschen anhaenglich. Im Vergleich zu Rumaenien aber ein himmelweiter Unterschied
  • Die Flora & Fauna ist crazy, selbst in den Staedten gibt es riesige Feigen- und Walnussbaeume. Wir sind auf Wanderungen immer wieder stehen geblieben und waren baff davon, wie viele Insekten, Bluemchen und andere Tierchen so unterwegs waren.
  • Wir hatten viele sehr nette Begegnungen mit Georgiern die trotz Sprachbarriere sehr herzlich und gastfreundlich waren. Wir waren erstaunt davon dass in den laendlichen Regionen der Lebensstandard in Teilen noch sehr archaisch ist - Es wird ueber dem Feuer gekocht, man lebt in Steinhauesern die vermutlich 400 Jahre alt und nicht modernisiert sind, jeder hat aber trotzdem ein Smartphone und kann 3 Brocken Englisch.
  • Wir haben in den zwei Wochen versucht, so viel wie moeglich ueber die Geschichte Georgiens und der Sovietunion in Erfahrung zu bringen, aber es hat sich kein einheitliches Bild zusammengesetzt - eher im Gegenteil, es hat sich ziemlich auseinandergefasert. Es gibt sehr viele Relikte und Bezuege im Alltag zu der Zeit, aber selten eine klare Einordung oder Lesart. Das Land ist politisch in einer sehr bewegten Zeit, aber wir haben wenig rohe Eindruecke vor Ort sammeln koennen. Wir sind aber auf jeden Fall interessierter als vor der Reise.

Georgien ist ein sehr facettenreiches, landschaftlich sehr unterschiedliches und geschichtlich interessantes Land. Wir haben viele sehr interessante Eindruecke sammeln koennen und muessen die erstmal verdauen. Trotzdem hat es uns sehr viel Spass gemacht, auch euch ueber diesen Blog up-to-date zu halten. :)

PS, random Geschichte die woanders keinen Platz hat: Auf dem Rueckweg vom Flughafen Koeln-Bonn nach 16h Flugspass, sass in der S-Bahn einfach Martin Schulz. Frank sprach ihn beim Aussteigen an ob er Martin Schulz sei, er sagte ja, Frank wusste nicht was er tun soll und streckte die Hand aus zum Haendeschuetteln, Herr Schulz erwiderte den Haendedruck und der Schulzzug rollte weiter.