05.07.2026

Abschluss

Als Abschluss unserer Reisedokumentation wollen wir ein kleines Fazit ziehen von unserer Reise!

Highlights

  1. Mestia und die Svanetien Region waren fuer uns das grosse Highlight, da wir noch nie im Hochgebirge unterwegs waren und es unfassbar schoen ist.
  2. Tskaltubo, die verlassene Spa Stadt war nicht nur wegen unserem Hundefuehrer Alfred super spannend. Krasse Kontraste von verlassenen Schickimicki Gebaeuden, verwoben mit der Geschichte Georgiens und alles ohne irgendeine Tourischeisse.

Kommentare & Anmerkungen

  • Georgien ist fast noch mehr autozentrisch als DE, aber auf eine ganz andere Art & Weise. Viele Autos fallen fast auseinander, ohne Stosstange und mit vielen Dellen, aber irgendwie gehts, in manchen Vierteln mehr Porsches und Hochklasseautos als in Deutschland. Parallel dazu funktioniert der Nahverkehr extrem gut mit Marshrutkas und Bolt/Taxis und dazu noch erstaunlich guenstig.
  • Wir sind kleine Naturmaeuse - die Staedtetrips haben Sinn ergeben in der Reiseplanung und viel Spass gemacht, aber abschalten und Erholung gab es eher in der Natur.
  • Der 4 taegige Trek nach Ushguli von Mestia kommt auf die Bucketliste, dafuer muesste man aber das Gepaeck stark anpassen / verkleinern
  • Die Kueche ist abgefahren, aber auch sehr teig- und fleischlastig. Nach 2 Wochen hat man das allerdings schon sehr durchgespielt, fuer Veganer ist es machbar, aber ausgewogen ist es nicht - Wir haben nicht einen Tofublock in ganz Georgien gesehen, zwecks Proteine und so :D
  • Es gibt wahnsinnig viele Strassentiere, denen es aber im Vergleich gut geht - Sie werden lieb behandelt und gefuettert, sind gechipt und geimpft (erkennbar an der Markierung am Ohr) und daher sehr lieb und zutraulich, manchmal vielleicht ein bisschen anhaenglich. Im Vergleich zu Rumaenien aber ein himmelweiter Unterschied
  • Die Flora & Fauna ist crazy, selbst in den Staedten gibt es riesige Feigen- und Walnussbaeume. Wir sind auf Wanderungen immer wieder stehen geblieben und waren baff davon, wie viele Insekten, Bluemchen und andere Tierchen so unterwegs waren.
  • Wir hatten viele sehr nette Begegnungen mit Georgiern die trotz Sprachbarriere sehr herzlich und gastfreundlich waren. Wir waren erstaunt davon dass in den laendlichen Regionen der Lebensstandard in Teilen noch sehr archaisch ist - Es wird ueber dem Feuer gekocht, man lebt in Steinhauesern die vermutlich 400 Jahre alt und nicht modernisiert sind, jeder hat aber trotzdem ein Smartphone und kann 3 Brocken Englisch.
  • Wir haben in den zwei Wochen versucht, so viel wie moeglich ueber die Geschichte Georgiens und der Sovietunion in Erfahrung zu bringen, aber es hat sich kein einheitliches Bild zusammengesetzt - eher im Gegenteil, es hat sich ziemlich auseinandergefasert. Es gibt sehr viele Relikte und Bezuege im Alltag zu der Zeit, aber selten eine klare Einordung oder Lesart. Das Land ist politisch in einer sehr bewegten Zeit, aber wir haben wenig rohe Eindruecke vor Ort sammeln koennen. Wir sind aber auf jeden Fall interessierter als vor der Reise.

Georgien ist ein sehr facettenreiches, landschaftlich sehr unterschiedliches und geschichtlich interessantes Land. Wir haben viele sehr interessante Eindruecke sammeln koennen und muessen die erstmal verdauen. Trotzdem hat es uns sehr viel Spass gemacht, auch euch ueber diesen Blog up-to-date zu halten. :)

PS, random Geschichte die woanders keinen Platz hat: Auf dem Rueckweg vom Flughafen Koeln-Bonn nach 16h Flugspass, sass in der S-Bahn einfach Martin Schulz. Frank sprach ihn beim Aussteigen an ob er Martin Schulz sei, er sagte ja, Frank wusste nicht was er tun soll und streckte die Hand aus zum Haendeschuetteln, Herr Schulz erwiderte den Haendedruck und der Schulzzug rollte weiter.