Der erste Tag in Tiflis begann relativ spaet durch die spaete Ankunftszeit am Vortag. Wir sind erstmal zum Fabrika Gelaende zum Fruehstuecken gegangen, das ist ein altes Fabrikgelaende mit viel Gastro, hippen Shops, Plattenladen und genereller Kuenstlerei, sehr zu empfehlen! Im Anschluss sind wir durch die Stadt getingelt in Richtung Altstadt, mit der Seilbahn auf den Sololaki Huegel wo die “Mother of Georgia” Statue steht. In und um die Altstadt herum ist es SEHR touristisch, mit vielen Anquatschern und typischen Touritraps. Wir muessen feststellen dass die bisherige Anpreisung touristischer Angebote eher zurueckhaltender Natur war, hier leider das komplette Gegenteil. Erst nach 10x “No thank you” hatte man kurz Ruhe, nur um dann vom naechsten Heiopei angelabert zu werden.
In der Altstadt gibt es die Sioni-Kathedrale die sich Frank angucken wollte, Frede hat sich froehlich geweigert da man Haare, Schulter und Beine bedecken muss. Kurzer Einschub von Frede: orthodoxe Priester sehen aus wie Gangsterrapper, mit viel Blingbling und warum haben die so viel Angst vor nackter Haut? Frank liess sich nicht beirren und steuerte auf den Eingang zu in seiner kurzen Sportshorts und suchte sich ein kleines transparentes Dreieckstuch aus um seine SEHR SCHLAMPIGEN und auch noch TAETOWIERTEN Beine zu verdecken (das alte versaute Perversoschwein) nur um von der frommen Tuersteheromi zurecht gewiesen zu werden, dass das ein SEHR TRANSPARENTES Stueck Stoff sei und er ein anderes Tuch nehmen soll. Frank stellte sich dumm und ging die Stoffe durch und fragte bei jedem ob das in Ordnung sei, da platzte der Omi der Kragen und sie suchte ein von Jesus himself ausgesuchten sehr deckenden Schal aus, den Frank sich um die Huefte klemmte und die Kirche betrat. Frede beobachtete das ganze Theater aus der Ferne und kicherte sich einen zurecht. Franks Ansinnen die Kirche zu betreten war eigentlich, sich den sehr goldenen und orthodoxen Klimbim anzugucken und ein wenig Weihrauch zu inhalieren, leider hatte Gott es anders fuer ihn vorgesehen. Nachdem die Augen sich an die Dunkelheit gewoehnten, nahm Frank eine tote, im Sarg aufgebahrte Oma wahr und dachte erst, das sei irgendeine Wachsfigur einer Heiligen. Nachdem er die trauernde Familie, die sich um den Sarg herum platzierte wahrnahm und realisierte, das er gerade in eine georgische Trauerfeier hereinplatzte, war er froh dass ihm die ehrenamtliche Styleberaterin an der Tuer das transparente Tuch abnahm, denn er kam sich SEHR fehl am Platze vor und machte sofort kehrt. RIP liebe Omi, du sahst sehr friedlich und lieb aus.
Zur Entspannung nahmen wir dann eine Seilbahn zur “Mother of Georgia” Statue die sehr beeindruckend und leider auch sehr touristisch erschlossen ist. Wir haben aber eine nette Ecke gefunden mit einem schoenen Blick ueber die Stadt.
Den Rest des Tages sind wir durch die Stadt gebummelt, haben sehr guten Kaffee und ein noch besseres Grilled Cheese mit Sauerteig im Laden Dopamine Concept genossen und den lieben Gott einen gute/n Mann/Frau sein lassen.