22.06.2026

Tskaltubo - Ein post-sovietischer Fiebertraum

Am zweiten Tag in Kutaisi wollten wir nach Tskaltubo. Dort soll ein altes und verlassenes Spa-Resort der Soviets zu finden sein. Wir nahmen also eine 70er Jahre Marshrukta mit psychedelischen Sitzbezuegen und genau 15cm Beinfreiheit, damit eine Bank mehr reinpasst. Die Fahrt hat ca. 75 Cent pro Person gekostet (Auge KVB) und war tatsaechlich entspannter als gedacht.

Marshrutka

Angekommen am alten Kurort meldete sich Fredes Blase, was uns in den Genuss kommen liess, in ein sehr schaebiges Cafe kurz einzukehren (aus Hoeflichkeitsgruenden), um von einem Polizisten mit Kalaschnikow der ein SIM Kartengeschaeft bewachte begruesst zu werden (Frank kann Magti als Anbieter nur empfehlen, topp Empfang!).

Frede bestellte einen tuerkischen Kaffee, Frank bekam einfach einen dazu und noch eine Waldmeisterlimonade dabei, die er auch nicht bestellt hat. Das ist gelebte Servicekultur!

Im Anschluss haben wir uns die erste Sovietruine vorgenommen, die hinter einem relativ modernen und prunkvollen Luxushotel ihr Dasein fristet. Der Kontrast war ziemlich doll - Wir haben leider keine Hotelgaeste wahrnehmen koennen, wir wuenschen trotzdem gute Erholung.

Erste Ruine

Nach 10 Minuten Erkunden mit etwas mulmigen Bauchgefuehl, fingen Hunde an uns anzubellen, um ein paar Minuten spaeter durch den Zaun zu schluepfen und auf uns zuzulaufen. Frank nahm einen Stock, just in case, wir konnten die Hunde allerdings abschuetteln. Das war schon ein wenig wild und uns ging beiden die Pumpe, auch weil nicht ganz klar war, ob das Strassenhunde waren oder nicht.

Auf dem Weg zur naechsten Ruine kam uns dann direkt der naechste Hund entgegen, bei dem wir direkt Kehrt machten aus Vorsicht. Dieser Hund entpuppte sich als ein sehr liebenswuerdiges Geschoepf, das uns die naechsten Stunden begleiten sollte. Wir tauften ihn Alfred, er war mit uns sehr vorsichtig, dennoch interessiert, und ab und zu ein wenig hyperaktiv. Frank hat sich sehr verliebt, Frede auch ein bisschen (wuerd sie niemals zugeben)

Alfred <3

Das Wolfsrudel steuerte zur naechsten Prunkbaute, die sehr eindrucksvoll und verwunschen, umringt von ein paar Nadelbaeumen stand.

Prunkbaute

Waehrend Frank ca. 384 Fotos des Eingangsbereichs machte, und Alfred ihm emotionalen Support zukommen liess (indem er daneben stand), pirschte sich ein Wachmann ans Wolfsrudel. Wir gruessten ihn freundlich in der Hoffnung dass uns das im Knast zugute kommt, er gruesste freundlich zurueck und verschwand wortlos in der Prunkbaut mit einer Schueppe voll Dreck. Sachdienliche Hinweise was er mit der Schueppe voll Dreck gemacht hat, bitte an uns weiterleiten!

Eingang

Die naechsten Stunden verbrachten wir auf dem Gelaende mit Alfred, erwaehnenswert ist hier nur eine Frau die uns aus einer Ruine heraus “COME HEREEEEEE” zurief, vermutlich um uns “Eintrittsgeld” abzuzwacken, was laut Reisefuehrern illegal ist. Wir umschifften die unangenehme und sehr mysterioese Frau so gut es ging, weil wir keine Lust auf Konfrontation hatten. Alfred ist ein sensibles Geschoepf!

Hinterseite

Loewe Alfred mashallah